Welche Änderungen bringt die EU-weite Datenschutz-Grundverordnung?

Bereits im Mai 2016 ist die vom EU-Parlament verabschiedete Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Binnen einer 24-monatigen Frist muss das neue EU-Gesetz in allen Mitgliedsstaaten zur Anwendung kommen. Doch welche Änderungen werden ab Mai 2018 wirksam und wer ist von dem neuen Gesetzespaket betroffen?

Als EU-Recht ersetzt die Datenschutz-Grundverordnung die bestehenden österreichischen Gesetze zum Datenschutz – allerdings wird auch der Erlass neuer nationaler Gesetze zur Umsetzung der neuen Verordnung notwendig. Änderungen im Rahmen der DSGVO ergeben sich einerseits für Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, und andererseits für die sogenannten „natürlichen“ Personen, um deren Daten es geht.

Noch zu beweisen bleibt, ob die DSGVO tatsächlich mehr Verantwortung für Unternehmen und mehr Sicherheit für die Daten von Einzelpersonen bringen wird. Neben der verpflichtenden Bestellung eines Datenschutzbeauftragten sind Unternehmen ab Mai 2018 beispielsweise dazu verpflichtet, Datenschutzverletzungen binnen 72 Stunden an die nationale Datenschutzbehörde zu melden.

Das neue Recht bringt auch einen erhöhten Strafrahmen mit sich: bis zu 4 Prozent des Konzernumsatzes beziehungsweise bis zu 20 Millionen Euro können bei Verstößen verhängt werden.

MARVA bleibt jedenfalls an dem Thema dran, damit unsere Kunden im Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung einhalten können.

Weiterführende Informationen:

Digitales Österreich: Datenschutz-Grundverordnung

Gesetzestext der Datenschutz-Grundverordnung

Leitfaden des BkA zur Umsetzung der DSGVO