Zeit „verwenden“ oder Zeit investieren?

Ein Wanderer trifft in einem Wald auf einen Holzfäller, der mühsam versucht mit einer stumpfen Säge einen Baum zu fällen. Er geht zu ihm und meint “Ihre Säge ist stumpf. Warum schärfen Sie sie denn nicht? Dann könnten Sie den Baum fünf Mal schneller fällen”. Darauf antwortet der Holzfäller: “Ich weiß, aber dafür habe ich leider keine Zeit, ich muss jetzt sägen.”

Den meisten von uns geht es im Berufsleben ganz ähnlich: Die To do-Listen werden jeden Tag länger, auf eine beantwortete Email folgen unmittelbar ein paar neue. Oftmals ist man nur mit den laufend anfallenden Aufgaben beschäftigt und es bleibt wenig oder keine Zeit, sich mit effizienter Organisation auseinanderzusetzen.

Man sollte sich allerdings bewusst machen: „Verwendet“ man täglich Zeit, um laufende Arbeit zu erledigen, oder investiert man Zeit in effiziente Selbstorganisierung? Ein dahingehender zeitlicher Invest hat einen wesentlich höheren ROI (return of investment), als die tägliche kurzfristige Abarbeitung von Aufgaben.

Es hat also einen großen Nutzen, sich zwischendurch zurückzulehnen, durchzuatmen und darüber nachzudenken, ob die im Betrieb eingesetzten Werkzeuge die richtigen sind:

Versuche ich mit einem Warenwirtschaftssystem meine Seminare zu verkaufen? Versuche ich, mit einer CRM-Software (Customer-Relationship-Management) die Prüfungen meiner Teilnehmer*innen abzuwickeln? Oder verbringe ich den Tag damit, Namen, Adressen und Lehrgangstitel in Word-Dokumente via copy & paste einzufügen?

In all diesen Fällen zahlt es sich aus, sich Gedanken über eine echte Software für Bildungseinrichtungen zu machen. Hier rechnet sich die investierte Zeit schneller als man glaubt.